Atmung Info Atemübungen

Atmen Sie sich fit und gesund!
Es liegt in der Natur des Menschen ohne weiteres Zutun völlig automatisch zu atmen (lat. Respiration). Das Atemzentrum im Gehirn sorgt dafür, dass der Mensch regelmäßig Luft holt. Unter normalen Umständen ca. 14 – 20 mal pro Minute. Doch es könnte sich durchaus lohnen etwas genauer auf unsere Atmung zu achten. Stellen Sie sich vor Sie könnten das eine oder andere ”Wehwehchen” einfach ”wegatmen”.


Atmung bei Stimmungsschwankungen und Depressionen
Diese Atemübung hat sich besonders bei Frauen mit Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren bewährt.
Setzen Sie sich aufrecht auf einen Hocker und stellen Sie Ihre Füße flach auf den Boden. Kreisen Sie langsam und einfühlsam mit ihrem Becken – mal rechts herum, mal links herum. Versuchen sie dabei ruhig und entspannt tief zu atmen. Diese Übung fördert den Atemreiz aus dem Inneren des Körpers und stärkt damit Ihr Selbstvertrauen und Ihre Lebensfreude.

Atmung bei verspannter Schulter
Verblüffend schnell wirkt diese Atemübung gegen verspannte Schultern.
Stellen Sie sich mit leicht geöffneten Beinen aufrecht hin. Kreisen Sie mit Ihren Armen – ähnlich einem Windrad – je 5-mal auf jeder Seite. Atmen Sie dabei durch die Nase ein und mit leicht geöffneten Lippen durch den Mund wieder aus. Diese Übung macht den gesamten Oberkörper beweglicher und wirkt dabei vorbeugend gegen einen steifen Nacken.

Atmung bei Rückenschmerzen
Einfache und effektive Atemübung gegen Schmerzen im mittleren und unteren Rückenbereich.
Legen Sie sich auf den Rücken und heben Sie die Beine in die Luft. Beim Ausatmen beide Beine nach links absinken lassen. Beim Einatmen richten Sie Ihre Beine wieder langsam auf. Abschließend wiederholen Sie dasselbe zur rechten Seite hin.

Atmung für leichteres Einschlafen
Probleme mit dem Einschlafen? Folgende Atemübung hat sich des öfteren bewährt.
Auf ”F” oder ”S”-Laute lange ausatmen. Die Laute bewirken, dass beim Ausatmen nur langsam Luft fließt und verlängert somit das Ausatmen. Beim Einatmen holt man dadurch automatisch tiefer Luft und bekommt somit für bis zu 10-mal mehr Sauerstoff und findet zur Ruhe und somit in einen geruhsamen Schlaf.

Atmung bei niedrigem Blutdruck
Sollten Sie morgens Probleme haben in Schwung zu kommen wird Sie diese Atemübung munter machen.
Gehen Sie leicht in die Knie und federn dabei ca. 5-mal auf und ab. Anschließend setzen Sie sich auf einen Stuhl. Der Körper macht somit automatisch einen natürlichen Atemzug und reguliert dabei seinen Blutdruck.

Atmung bei Erschöpfung
Diese Atemübung hilft, wenn Sie sich müde und abgespannt fühlen.
Legen Sie zwei Finger in die Grübchen hinter den Nasenflügeln. Die Luft in ein paar Stößen einatmen, als würde man an etwas schnuppern. Die Bauchdecke „hüpft“ dabei mit. In einem Zug wieder ausatmen.

Atmung bei Nervosität
Bestimmt kennen Sie das Gefühl  – immer wenn man aufgeregt ist – beispielsweise vor einer Rede, ist das die richtige Atemübung, um sich zu beruhigen.
Setzen Sie sich entspannt hin, legen Sie die Hände auf die Innenseite der Knie und schließen Sie die Augen. Spüren Sie wie der Atem über die Nase und Luftröhre in den Bauch strömt. Atmen Sie drei Takte lang aus, und einen Takt lang ein. Diese Technik wirkt beruhigend auf den Herzschlag und baut somit innere Spannungen ab.

Atmung bei steifen Fingern
Menschen mit Rheuma wissen, wie schmerzhaft steife Fingergelenke sein können Hier ein Tipp.
Setzen Sie sich bequem und und aufrecht auf einen Hocker. Beim Einatmen heben Sie Ihre Hände etwas oberhalb des Bauchnabels und spreizen dabei leicht die Finger. Beim Ausatmen die Spannung wieder loslassen und dabei die Hand zu einer lockeren Faust schließen.

Atmung beim Joggen
Als allgemein bekannte Regel gilt:
Drei Schritte einatmen – drei Schritte ausatmen!
Insbesondere für Anfänger wird diese Technik nicht leicht umzusetzen sein. Am besten passen Sie ihre Atmung dem Laufrhythmus und Ihrer Leistung an.
Atmen Sie bewusst und vor allem nicht zu flach.

Atmung beim Joggen im Winter
Ist man körperlichen Belastungen ausgesetzt sollte man grundsätzlich durch den Mund atmen, da der Körper dadurch mehr Sauerstoff aufnimmt. Im Winter jedoch gilt es die Atemluft vorzuwärmen, entweder durch die Nasenatmung oder mithilfe eines Schals vor dem Mund.

Pilates-Atmung
„Es ist der Geist, der den Körper formt“, so das Credo des gebürtigen Deutschen Joseph Pilates (1883 – 1967) der 1923 nach New York auswanderte. Sein Trainingsprogramm gilt als besonders gelenkschonend und für Menschen jeden Alters geeignet die sich fit halten möchten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die so genannte Pilates-Atmung. So soll sie die Kontrolle über den Körper erhöhen und Verspannungen entgegenwirken.

Es handelt sich dabei um eine seitliche Brustkorb-Atmung wobei sich der Brustkorb beim Einatmen nach unten, hinten und zu beiden Seiten ausweitet.

Diese Atem-Technik lässt sich am besten im Stehen üben. Stehen Sie entspannt mit heruntergelassenen Schultern und legen Sie die Hände seitlich an ihre Rippen. Lassen Sie beim Einatmen die Luft in die Rippenbögen strömen, die Rippen dehnen sich und die Hände heben sich dabei leicht. Beim Ausatmen senken sich die Rippenbögen und die Hände bewegen sich wieder nach vorne. Der Vorteil dieser Pilates-Atmung ist es, dass dabei nicht in den Bauch geatmet wird, da konstant eine Anspannung des Bauches erforderlich ist und somit eine Bauchatmung kaum möglich macht.


Ein kleiner nützlicher Tipp:
Atmen Sie immer tief ein und aus!

Atmet man zu flach, wird die dabei verbrauchte Luft nur hin und her geschoben.